
Ein Schloss als Veranstaltungsort
Das Barockschloss Heiligenkreuz-Gutenbrunn wird einer umfassenden Umnutzung unterzogen und zu einer multifunktionalen Seminar- und Eventlocation transformiert. Das Betriebskonzept ist darauf ausgelegt, mehrtägige Veranstaltungen mit Übernachtungsmöglichkeiten direkt am Standort anzubieten. Die gastronomische Versorgung wird hierbei durch eine integrierte Cateringküche und ein Cafe sichergestellt, während die organisatorischen Abläufe so optimiert sind, dass der laufende Betrieb mit einem minimalen Personaleinsatz gewährleistet werden kann.
Ein zentrales Element des Entwurfs ist die Doppelnutzung der repräsentativen Räumlichkeiten als Veranstaltungsflächen als auch als Barockmuseum. Um die Flexibilität der Räume zu wahren, wird auf statische Exponate verzichtet. Stattdessen setzt das Museumskonzept auf narrative Lichtprojektionen, die die Geschichte des Hauses und des Barocks erzählen und die Bodenflächen freihalten. Im Veranstaltungsbetrieb wird diese narrative Ebene deaktiviert.
Zusammen mit der neuen Nutzung des Innenraums erfolgt eine Neugestaltung der Außenanlagen. Die Erschließung wird neu definiert, indem die Annäherung an das Schloss nun frontal auf die Hauptfassade ausgerichtet ist, wodurch ein neuer, repräsentativer Vorplatz entsteht. Die Gartenarchitektur thematisiert bewusst das Spannungsfeld zwischen strenger Geometrie und natürlicher Bewegung; so wird ein Kontrast zwischen den formalen Anlagen und der Dynamik eines „Wandelwegs“ durch den angrenzenden Wald geschaffen. Als verbindendes Element durchzieht eine Inszenierung von Wasserspielen das gesamte Areal, die sich vom Waldgebiet über den zentralen Innenhof bis in die Seitenachse der Anlage erstreckt.
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- Client
- TU Wien
- Release Date
- Januar, 2026



